Bierhorizont

HINDENBURGER Gastronomie Serie

Foto: Kefenbaum

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März 2018 | Anzeige

Märzen - ein Name, 2 verschiedene Biere

Bierhorizont

Andere Länder, andere Sitten, so ist es auch beim Bier. Wenn wir in Deutschland ein Märzen bestellen, bekommen wir ein malzig süßes, leicht alkoholisch schmeckendes Bier ins Glas, das stark dem Oktoberfestbier ähnelt. Wenn Sie allerdings ein Märzen in Österreich bestellen, wäre es kein Reklamationsgrund, es wegen fehlenden Alkohols oder zu heller Farbe zurückgehen zu lassen. Denn das österreichische Märzen entspricht eher dem „Bayrisch Hell“, welches sich zur Zeit großer Beliebtheit erfreut.

Zur Geschichte:
Im Mittelalter durfte nur zwischen dem Tag des heiligen Michaels (29. September) und dem Tag des heiligen Georgs (23. April) gebraut werden. In der warmen Jahreszeit war das Brauen strikt verboten. Grund dafür war die erhöhte Brandgefahr und die Tatsache, dass das Brauen mit untergäriger Hefe Temperaturen von unter 10° Grad erforderte. Um vom März an bis zur nächsten Brausaison nicht ohne Bier dazustehen, wurden die letzten Biere der Saison zur Haltbarmachung mit höherer Stammwürze und kräftigerer Hopfung eingebraut.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp für diejenigen, die aus religiösen Gründen fasten. Sollte die Versuchung zu groß werden, feste Nahrung zu sich nehmen zu wollen, dann trinken Sie eine Flasche Märzen (flüssig Brot).

Denn: „Liquidum non frangit jejunium“ – „Flüssiges bricht das Fasten nicht“. Von oberster Stelle abgesegnet!

In diesem Sinne wünsche ich eine erfolgreiche Fastenzeit und ein frohes Osterfest.

… zum Wohle

Ihr Karsten Kefenbaum