Bierhorizont

HINDENBURGER Gastronomie Serie

Foto: Kefenbaum

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Mai 2018 | Anzeige

Mai, oh Mai!

Bierhorizont

… davon wollen die Bayern nichts wissen!

In Süddeutschland werden zwar hervorragende Bockbiere gebraut, jedoch erfunden haben es andere. In der Hansestadt Einbeck in Niedersachsen wurde schon im 13. Jahrhundert obergäriges Bier gebraut. Das als Luxusartikel geltende Bier wurde weit über die Stadtgrenze hinaus bis nach Italien gehandelt. Um den weiten Weg zu überdauern, musste mit einem ungewöhnlich hohen Stammwürzegehalt eine längere Haltbarkeit erreicht werden.

Die Geburtsstunde des Bockbieres

Bis ins 16. Jahrhundert ließen sich die Fürsten Münchens das leckere Bierchen aus Einbeck kommen. Erst 1614 wurde der Braumeister Elias Pichler aus Einbeck abgeworben, um im Hofbräuhaus das „Ainpöckisch Bier“ zu brauen.

Seit dem sind die Bayern ganz vorne mit dabei hervorragend fruchtige, vollreif-obstige, malzkandis- süße Böcke und Doppelböcke zu brauen. Das bekannteste aus München ist der „Salvator“ von Paulaner. Empfehlenswert ist der wuchtige, helle Doppelbock „Martinator“ aus Lahnstein.

Gerade die Doppelböcke sind passende Begleiter zu aromatischen Speisen wie Geräuchertem, Gebratenem, Steaks oder Wildgerichten, zu kräftigen Käse, aber auch als Dessertbier zu süßen Speisen oder zum puren Genuss als Digestif.

Die Lagerfähigkeit ist ebenso erstaunlich, wie Ihre Geschmacksentwicklung im Laufe der Jahre. Legen Sie mal ein paar Flaschen gute Doppelböcke in Ihren Weinkeller und probieren Sie sie nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Überraschend lecker!

In diesem Sinne viel Spaß beim proBieren und …

… zum Wohle

Ihr Karsten Kefenbaum