Bierhorizont

HINDENBURGER Gastronomie Serie

Foto: Kefenbaum

Foto: Kefenbaum

September 2018 | Anzeige

Was für ein Sommer?!

Bierhorizont

Bei lang anhaltenden Spitzentemperaturen von bis zu 39°C und stark körperlicher Beanspruchung kann der Job im Getränkemarkt schon mal zur Hölle werden.

Keine Angst, es soll kein Klagelied werden - ganz im Gegenteil. Bei solchen Temperaturen wird nicht nur viel gestöhnt, sondern vor allem viel getrunken. Das hatte in diesem Jahr zur Folge, dass der Nachschub ins Stocken geriet und zu Fehlartikeln führte. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielseitig.

Zuerst haben die hohen Temperaturen die Nachfrage nach erfrischenden Getränken in die Höhe getrieben. Die Logistiker sollten ganze Züge Vollgut (LKW-Zugmaschine + Anhänger = 32 Europaletten) von Brauerei und Brunnen zum Großhandel bzw. Einzelhandel bringen und etwa die selbe Anzahl an Leergut zu den Produzenten zurückführen. Dies war in der gewohnten Form nicht mehr möglich, weil sich beispielsweise bei einer Brauerei LKW-Warteschlangen gebildet hatten und zu Standzeiten von bis zu 10 Stunden führten. Eine Leergutrückführung war 1:1 nicht mehr möglich, weil Privathaushalte sich in erster Linie um die Getränkeversorgung kümmerten und im Keller Leergut sammelten. Die Hersteller hatten somit nicht genügend Flaschen, die sie hätten befüllen können. Zu dem hatten die Logistiker zu wenig Frachtraum sprich LKWs und Fahrer. Auch die großen Vertriebsschienen hatten in ihren Lägern einen wesentlich höheren Kommissionieraufwand, den die Mitarbeiter so ohne weiteres nicht mehr abarbeiten konnten. Im September spüren wir noch die Folgen des Jahrtausendsommers und werden wahrscheinlich bis Mitte Oktober brauchen, bis von Industrie über Getränkefachgroßhandel und Einzelhandel alle Räder wieder sauber ineinandergreifen.

Aus diesem Grund möchte ich meiner Mannschaft der beiden Märkte meinen aller größten Dank aussprechen, dass sie ohne Ausfälle, trotz Urlaubsfehlzeiten und Hitze und körperlichen hohen Belastungen mir bei all unseren Aufgaben zur Seite standen und unsere Kunden nach bestem Wissen und Gewissen bedienten. Alles was wir tun, tuen wir für unsere Kunden. Darum gilt unser Dank auch all denjenigen Kunden, die Verständnis für unsere Situation mitbrachten und großzügig über Fehler und Out-of-Stock-Situationen hinwegsahen. Komplett leergelaufen sind wir nie und hatten immer reichlich Alternativen anzubieten. Somit können wir auch heute wieder anstoßen und möchte noch einmal „ DANKE AN ALLE!“ sagen und ...

Es gibt viel zu entdecken….

… zum Wohle

Ihr Karsten Kefenbaum