Gin-Special Deutschland

HINDENBURGER Gastronomie Serie

Foto: © Loredry Gin

Foto: © Loredry Gin

September 2018

Loredry Dry Gin

Gin-Special Deutschland

„Kennst Du schon den Gin mit dem echten Gold Doctor Polidori's Dry, Schweppes Dry Tonic drin?“, fragte mich ein Freund vor einiger Zeit. „Oh Gott - jetzt gibts noch ein Schickimicki-Gin mehr“ dachte ich. „Warum zum Teufel muss man jetzt auch noch echtes Gold in den Gin packen, reicht da mittlerweile keine coole Marketingstory mehr?“ Natürlich hatte mein Freund den Gin auch da und tatsächlich schwammen kleine Blattgoldpartikel in der Flache herum aber... der Gin heißt Loredry und damit sind Goldpartikel irgendwo auch einfach die konsequente Umsetzung der Loreleygeschichte. Aber es geht ja um den Gin und nicht die Story dahinter, egal wie gut sie ist. Also ging es ans Verkosten.

Nosing

Deutliche Zitrusnoten sind die ersten Aromen, die mir beim Nosing entgegenkommen. Gefolgt von einem Hauch Wacholder. Weitere der Botanicals kann ich hier nicht identifizieren aber das Destillat riecht auf jeden Fall sehr angenehm.

Tasting

Der angenehme Eindruck des Nosings setzt sich auch beim ersten, puren Schluck fort. Sehr sanft ist der Loredry auf der Zunge, nur leicht spürt man den Alkohol, dafür aber deutlich die schönen Zitrusaromen, gepaart mit einer gewissen Süße - vermutlich der Lavendel und vielleicht die Schattenmorellen. Im Hintergrund ist eine leichte Note von Wacholder zu schmecken. Die anderen bekannten Botanicals kann ich am Gaumen nicht identifizieren aber das ist auch egal, denn dieser Gin ist sehr fein abgerundet und pur sowie auf Eis eine echte Überraschung. Die Goldpartikel, die tatsächlich in der Flasche schwimmen können übrigens unbedenklich verzehrt werden. Als Tonic wird von den Herstellern ein „mildes“ Tonic empfohlen. Nach mehreren Versuchen haben das Doctor Polidori's Dry Tonic Water und das Schweppes Dry Tonic für mich am besten gepasst. Dazu eine Kirsche und ein paar Minzblätter und schon hat man einen sehr leckeren Gin und Tonic.